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Der Wein ist die edelste Verkörperung des Naturgeistes. (Friedrich Hebbel) | DE |
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REBBAUKlimaDas Tessin, bekannt als die Sonnenstube der Schweiz, hat ein spezielles und einzigartiges Klima. Mit den Alpen teilt es den manchmal tiefblauen Himmel. Neben Trockenperioden gibt es auch ergiebige Niederschläge. Das Klima ist mild, wobei die Temperaturen etwas frischer als diejenigen von Bordeaux sind. Anfang Oktober, wenn die Nächte schon kühl sind, reift der Merlot (Bild 1). Das ist einer der Schlüssel für die finessenreiche Aromatik der Rotweine von HuberVini.BodenDie Böden im Tresatal sind sandig, humusreich, leicht sauer, arm an Mineralien und enthalten je nach Lage etwas Ton. Sie sind fast überall gut durchlässig. Das darunterliegende Muttergestein ist meist stark verwittert und oft wasserführend. KulturenDas grösste Problem im Tessiner Rebbau ist die zu gute Wasserversorgung. Dies vor allem in Jahren, wenn im September Regenfronten sich an den Alpen stauen und über dem Tal entleeren. Das kann zu einer (zu) späten Reife führen. Die guten Lagen sind deshalb südexponierte Einzelterassenlagen, bei denen die Rebe eigentlich gar keinem Schatten ausgesetzt ist. Mit schrägen Laubwänden (Semilyra, Bild 2) kann die Reife verbessert werden. Dadurch wird die Verdunstung optimiert, so dass schneller ein leichter Wassermangel entsteht. Dieser ist für die Bildung von Farbe und reifen Tanninen förderlich. HuberVini kultiviert Merlot (75%) und Chardonnay (15%) sowie in geringen Mengen Pinot Noir, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Carminoir, Arinarnoa, Petit Verdot, Sauvignion und Completer. ÖkologieDie steilen Terassenlagen, die intensive Sonneneinstrahlung und das wüchsige Klima prädestinieren das Tessin für eine Rebkultur in der Magerwiese. Die Reben werden auf Terassen angebaut, die für den Erosionsschutz ganzjährig begrünt sind. An den Böschungen, die 2mal jährlich gemäht werden, entwickelt sich eine äusserst vielfältige und einzigartige Flora (Bild 3). In einer pflanzensoziologischen Studie wiesen Schmider und Bernowitz (2001) auf Anhieb über 80 Arten (pdf 50kB) nach. In den Hanglagen setzt Daniel Huber seit 6 Jahren kein Herbizid mehr und kaum noch Kunstdünger ein. Die Reben sollen nicht mit Dünger ernährt werden sondern soviel Wuchskraft entwickeln, dass sie den Boden und damit das Terroir mit ihren Wurzeln selber erschliessen können. |
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